- aus der Rotenburger Kreiszeitung ( von Hannelore Rutzen) -

Es war wieder toll etwas los beim achten Kulturfest des Waldorf-Kindergartens Scheeßel verbunden mit einem großen Floh- und Trödelmarkt. An vielen Ständen gab es breit gefächerte Angebote aus zweiter Hand und zu günstigen Preisen: Nostalgisches, Kinder- und Erwachsenenbekleidung, Spielwaren und vieles andere Nützliche. Das Wetter hielt, was es versprach, es regnete nicht. Der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik mit seinem Vorsitzenden Hendrik Porthmann hatte eingeladen. Vor acht Jahren wurde diese Idee geboren, die Kindertagesstätte und den Garten zur Bühne mit vielen kulturellen Auftritten, Spielen und Aktivitäten werden zu lassen und die Friedrichstraße als Flohmarktmeile einzubeziehen. Daneben war wieder für Kaffee, Getränke und Kuchen gesorgt. Wie immer brutzelte am Eingang eine leckere Pilzpfanne, die Pilze dazu stammten als Spende von der Pilzfarm Helvesiek. Für die Kinder lief ein abwechslungsreiches Programm ab mit der Aufführung eines Puppenspiels, Ponyreiten, Kinderschminken und einer tollen Tombola mit vielen schönen Preisen. Der Zirkus Wanjanini kam vorbei. Kostenlos durften die Kinder schnuppern und auf dem Seil spazieren. Am Nachmittag trat die Gruppe „Vers(s)ammlung“ auf. Sie sangen und spielten Lieder auf Hoch- und Plattdeutsch. Freddy Schmidt spielte mit seinen Geigenschülern und mit der Musikschule Pfennig konnten Kinder und Erwachsene sich beim Trommeln ausprobieren oder Bernstein schleifen. Das war ein Riesenspaß. Alle Künstler, die das Kulturfest bereicherten, traten zugunsten des Kindergartens unentgeltlich auf.

Über 25 Jahre gibt es den Waldorfkindergarten in Scheeßel bereits. Derzeit besuchen ihn 27 Kinder. Es sind noch einige Plätze frei. Kürzlich wählte der Verein Waldorfpädagogik einen neuen Vorstand mit Hendrik Porthmann als Vorsitzenden und Claudia de Haan als Stellvertreterin. Beide kümmern sich um weitere Bereiche des Kindergartens, wie Personalfragen, Finanzen, Haus- und Garteninstandhaltung, Veranstaltungsplanung und vieles andere. Claudia de Haan sagte: „Die Eltern wissen den Kindergarten und seine besonderen Methoden zu schätzen. Die Kinder spielen mit naturnahen Materialien, die bei ihnen die Phantasie, viele Ideen anregen und ihre Kreativität fördert“. Die Sprache wird weiter entwickelt, indem die Kinder viel singen und miteinander sprechen. Ständig sind sie in Bewegung sind, ihr Körper wird ganzheitlich gefordert und gefördert. Gemeinsam bereiten sie Mahlzeiten zu, wie das Frühstück. An einem Tag in der Woche kneten sie den Teig für die Brötchen selbst, formen ihn, backen ab und essen die Brötchen gemeinsam auf. Ein Vater erzählte, dass sein Junior zu Hause Bäckerbrötchen ablehne, aber die aus dem Kindergarten mit Genuss verzehrt. Einmal in der Woche wird gewandert oder in Abständen kleine Ausflüge organisiert. Die Leitung des Kindergartens hält Kontakt mit den weiterführenden Schulen, um den Kindern einen möglichst nahtlosen Übergang zu bereiten. An der Homepage wird weitergearbeitet, sagte Porthmann. Weitere Informationen und Auskünfte tel. unter 04263/ 3348 und www.waldorfkindergarten-scheessel.de.











